Bilanz der KfW 2025: Starkes Förderjahr und stabile Ertragskraft

– Vorstandsvorsitzender Stefan Wintels: Ergebnis ermöglicht starkes Engagement für den Standort Deutschland
– Mit ihrem Neugeschäft des vergangenen Jahres fördert die KfW 750.000 Wohneinheiten, 137.000 Unternehmen sowie 35.000 Gründerinnen und Gründer
– Ökonomisches Ergebnis mit 2,0 Milliarden Euro knapp unter Vorjahresniveau (2024: 2,1 Milliarden Euro)
– Kerngeschäft in der Inländischen Förderung legte im Vorjahresvergleich um rund ein Drittel auf 61,0 Milliarden Euro zu – Neugeschäft für Mittelstand und Gründer stieg sogar um mehr als 75 Prozent

Die KfW hat im Geschäftsjahr 2025 in konjunkturell und geopolitisch schwierigen Zeiten erneut ihre große wirtschaftliche Verlässlichkeit bewiesen. „Die KfW ist eine stabile Konstante, auf die sich die deutsche Wirtschaft sowie die gesamte Gesellschaft verlassen können“, sagte Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW, auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. „Unsere hohe Risikotragfähigkeit und robuste Ertragslage wird uns auch dieses Jahr wieder in die Lage versetzen, wichtige Impulse für die Stärkung der deutschen Wettbewerbsfähigkeit zu setzen.“

Im vergangenen Jahr erzielte der KfW-Konzern ein Ökonomisches Ergebnis (Konzerngewinn vor IFRS-Effekten, Förderaufwand und Steuern) in Höhe von 2,0 Milliarden Euro, was nahezu dem Wert des Vorjahres entsprach (2024: 2,1 Milliarden Euro). Der Gewinn lag bei 1,0 Milliarden Euro, nach 1,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Rückgang ging maßgeblich auf sich im Zeitablauf ausgleichende negative IFRS-Effekte aus Sicherungsderivaten zurück.

Die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten lagen zum Jahresende 2025 für die Gesamt- sowie (harte) Kernkapitalquote bei 27,7 Prozent. Damit ist die KfW sehr gut kapitalisiert und verfügt über ausreichend Puffer, um sich aktiv für den Wirtschaftsstandort Deutschland einzusetzen.

„Die Ertragslage war trotz des weiterhin anspruchsvollen geopolitischen und makroökonomischen Umfelds sehr zufriedenstellend“, sagte KfW-Finanzvorstand Bernd Loewen. „Der Gewinn entsprach unseren Erwartungen. Ohne die naturgemäß volatilen IFRS-Effekte lag der Konzerngewinn auf Vorjahresniveau.“

Mit ihren Finanzierungs- und Förderzusagen im Neugeschäft des Jahres 2025 erreicht die KfW 137.000 Unternehmen weltweit. Die Bank unterstützt schätzungsweise zehn Prozent jener mittelständischen Unternehmen in Deutschland, die in einem Jahr einen Kredit aufnehmen. Mit ihrem Neugeschäft begleitet die KfW zudem 35.000 Gründerinnen und Gründer mit Finanzmitteln sowie durch Beratung auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Damit erhalten etwa zehn Prozent aller Gründenden in Deutschland, die auf Fremdfinanzierung angewiesen sind, finanzielle Unterstützung durch die KfW.

„Ein starker Mittelstand ist in seiner Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland gar nicht zu überschätzen“, sagte Wintels. „Wir brauchen mehr Gründergeist und Innovationen. Die KfW als Bank aus Verantwortung steht bereit, junge wie etablierte Unternehmen zu unterstützen und dadurch die deutsche Wirtschaft zu stärken.“

Den Klimaschutz verliert die KfW nicht aus den Augen. Die Umrüstung auf erneuerbare Energien unterstützt die Bank intensiv. Mit dem KfW-Neugeschäft 2025 werden zum Beispiel weltweit 11.000 Megawatt zusätzliche Stromerzeugungsleistung aus erneuerbaren Energien installiert. 59 Prozent dieser Leistung werden in Deutschland erbracht, weitere acht Prozent im restlichen Europa. Die übrige Leistung verteilt sich zu über 25 Prozent auf Asien und kleinere Anteile in Nord- und Südamerika sowie Afrika.

Der verbesserte Zugang zu angemessenem und energieeffizientem Wohnraum ist ebenfalls ein Kernthema der KfW. Mit zahlreichen Förderprogrammen unterstützt die Bank unter anderem den Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum, die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden und den Einbau neuer Heizungen. Mit dem Neugeschäft des vergangenen Jahres fördert die KfW 750.000 Wohneinheiten in Deutschland.

Fördergeschäft legte 2025 deutlich zu

Die KfW blickt auf ein starkes Jahr 2025 zurück: Ihr Kerngeschäft in der Inländischen Förderung mit Krediten und Zuschüssen legte im Vergleich zum Vorjahr um ein gutes Drittel auf 61,0 Milliarden Euro deutlich zu (2024: 45,8 Milliarden Euro). Dabei entwickelten sich alle Segmente sehr positiv: Die Förderung für Mittelstand und Gründer belief sich auf 23,5 Milliarden Euro (2024: 13,4 Milliarden Euro). Auf private Kunden entfielen 25,5 Milliarden Euro (2024: 22,4 Milliarden Euro). Die Förderung für öffentliche Kunden und Individualfinanzierungen lag bei 11,2 Milliarden Euro (2024: 8,4 Milliarden Euro).

Unter Einbeziehung von Geschäften im direkten Auftrag des Bundes, sogenannten Zuweisungsgeschäften, kam das Volumen der KfW-Inlandsförderung auf 62,0 Milliarden Euro (2024: 79,0 Milliarden Euro). Im Vorjahr hatten Zuweisungsgeschäfte in Höhe von 33,2 Milliarden Euro, etwa zur Sicherung der Energieversorgung und für Investitionen in die Energieinfrastruktur, das inländische Neugeschäftsvolumen erheblich gesteigert.

Das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung, das von der KfW IPEX-Bank verantwortet wird, übertraf mit einem Neuzusagevolumen von 24,2 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres (2024: 23,9 Milliarden Euro). Der Wert erreichte das Rekordniveau des Jahres 2023.

Die Förderung der Entwicklungs- und Schwellenländer erreichte ein Zusagevolumen in Höhe von 12,3 Milliarden Euro (2024: 10,3 Milliarden Euro). Auf die KfW Entwicklungsbank entfielen 10,0 Milliarden Euro (2024: 7,8 Milliarden Euro). Das KfW-Tochterunternehmen DEG setzte für Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern 2,4 Milliarden Euro aus Eigenmitteln ein (2024: 2,5 Milliarden Euro).

KfW Capital als KfW-Tochterunternehmen für Investitionen in deutsche und europäische Venture-Capital- und Venture-Debt-Fonds sagte im vergangenen Jahr rund 750 Millionen Euro zu (2024: 1,6 Milliarden Euro). Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus Einmal-Zusagen für zwei Fazilitäten im Rahmen des Zukunftsfonds in Höhe von insgesamt 930 Millionen Euro im Jahr 2024.

Guter Start ins Jahr 2026: Neugeschäft per 28. Februar 2026 bei 11,7 Milliarden Euro

Das Neugeschäft der KfW startete mit 11,7 Milliarden Euro per Ende Februar ins Jahr 2026 (02/2025: 11,2 Milliarden Euro). Primär verantwortlich für den leichten Anstieg war das Inländische Fördergeschäft mit einem Neuzusagevolumen in Höhe von 8,5 Milliarden Euro (02/2025: 7,6 Milliarden Euro).

Der im Vergleich zum Vorjahr höhere Wert resultiert maßgeblich aus einer höheren Nachfrage im Geschäftsfeld Mittelstandsbank & Private Kunden. Insbesondere das Interesse im Programm „Klimafreundlicher Neubau“ hat, auch infolge der im Dezember 2025 eingeführten EH55-Förderung, im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Zudem wurde die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) inklusive der Heizungsförderung gut nachgefragt.

In der Mittelstandsbank entwickelten sich in den ersten zwei Monaten des Jahres die Produkte „Erneuerbare Energien Standard“ sowie „ERP-Förderkredit KMU“ besonders gut.

Die Export- und Projektfinanzierung durch die KfW IPEX-Bank startete mit einem Zusagevolumen von 2,9 Milliarden Euro gut ins neue Jahr (02/2025: 3,2 Milliarden Euro). Sie steht damit weiter als zuverlässiger Finanzierungspartner an der Seite der deutschen und europäischen Wirtschaft.

Die Förderung der Entwicklungs- und Schwellenländer lag in den ersten beiden Monaten bei 322 Millionen Euro (02/2025: 307 Millionen Euro). Mitte Januar stellte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seinen Reformplan vor. Mit aufstrebenden Volkswirtschaften wird die Zusammenarbeit intensiviert – über zurückzuzahlende Kredite. Hier ist die KfW Entwicklungsbank mit ihrem Instrumentarium gefragt. Die DEG konnte in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 rund 100 Millionen Euro aus eigenen Mitteln zusagen, womit private Unternehmen Investitionen in Schwellen- und Entwicklungsländern realisieren (02/2025: 72 Millionen Euro).

Die KfW Capital hat in den ersten beiden Monaten des Jahres bereits Zusagen in Höhe von rund 101 Millionen Euro gegeben, davon rund 45 Millionen Euro im Eigenrisiko, rund 56 Millionen Euro treuhänderisch im Rahmen des Zukunftsfonds. Die Venture-Capital-Fonds sind verpflichtet, mindestens mit dem von KfW Capital eingebrachten Kapital Start-ups in Deutschland zu finanzieren. Im Jahr 2025 lag der tatsächliche Betrag um ein Vielfaches höher – Investoren sagten rund das 4,8-Fache der von KfW Capital bereitgestellten Summe zu. Für 2026 ist die Pipeline von KfW Capital bereits gut gefüllt.

Das Konzernergebnis im Detail:

Der Gewinndes KfW-Konzerns lag bei 1,0 Milliarden Euro (2024: 1,4 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis (Betriebsergebnis vor Bewertungen) erreichte mit 1,9 Milliarden Euro das hohe Niveau des Vorjahres (2024: 1,9 Milliarden Euro). Dies ist auf die stärkste Performance der operativen Erträge (Zins- und Provisionsergebnis) seit 2012 zurückzuführen.

Der Zinsüberschuss, der mit 3,0 Milliarden Euro ebenfalls über dem Vorjahreswert von 2,9 Milliarden Euro lag, bleibt die wesentliche Ertragsquelle. Die positive Entwicklung ist vor allem auf die höheren Erträge bei der Eigenmittelverzinsung, die weiterhin sehr guten Refinanzierungsmöglichkeiten sowie die erfolgreiche Wachstumsstrategie der Export- und Projektfinanzierung zurückzuführen.

Das Provisionsergebnis lag mit 685 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 675 Millionen Euro. Diese Entwicklung war vor allem durch höhere Provisionseinnahmen aus der Export- und Projektfinanzierung geprägt. Der Verwaltungsaufwand stieg um 81 Millionen Euro auf 1,7 Milliarden Euro und enthält Einmalaufwendungen für Digitalisierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Die Cost-Income-Ratio stieg dadurch leicht auf 48 Prozent (2024: 46 Prozent).

Der Förderaufwand – also der Einsatz von Eigenmitteln für die Förderung – lag mit 468 Millionen Euro auf hohem Niveau. Die im Förderaufwand enthaltenen Zinsverbilligungsleistungen erreichten mit 421 Millionen Euro den höchsten Wert seit 2013 (2024: 406 Millionen Euro). Auch die Berücksichtigung des von der KfW für zukünftige Jahre zugesagten Engagements in der digitalen Bildung im Rahmen von TUMO-Lernzentren für Kinder und Jugendliche steigerte den Förderaufwand.

Das positive Bewertungsergebnis war geprägt von einem positiven Beteiligungsergebnis, dem Belastungen aus der Kreditrisikovorsorge in geringerem Maße gegenüberstanden.

Das Risikovorsorgeergebnis im Kreditgeschäft lag bei minus 155 Millionen Euro (2024: plus 39 Millionen Euro). Die geopolitischen und makroökonomischen Unsicherheiten führten zu Nettozuführungen für pauschale Vorsorge. Einzelwertberichtigungen, denen zum Teil Erträge aus Eingängen auf abgeschriebene Forderungen gegenüberstanden, waren insbesondere im Inländischen Programmgeschäft und in der Export- und Projektfinanzierung zu verzeichnen.

Das Beteiligungsportfolio trug mit 102 Millionen Euro zum positiven Bewertungsergebnis bei (2024: 149 Millionen Euro). Ursächlich hierfür waren die positiven Entwicklungen in der Fair-Value-Bewertung (vor Fremdwährungseffekten) vor allem bei der KfW Capital und der DEG. Gegenläufig wirkten Fremdwährungsbelastungen im DEG-Portfolio infolge des schwächeren US-Dollars, die allerdings durch Erträge aus Absicherungsgeschäften abgefedert wurden.

Rein IFRS-bedingte Bewertungseffekte aus Derivaten, die zu Sicherungszwecken eingesetzt werden, belasteten den Konzerngewinn mit 356 Millionen Euro (2024: plus 48 Millionen Euro).

Die Bilanzsumme sank um 4,6 Milliarden Euro auf 540,7 Milliarden Euro (2024: 545,4 Milliarden Euro). Dies ist unter anderem auf den Rückgang des Kreditvolumens zurückzuführen. Hierzu haben Rückführungen im Corona-Sonderprogramm und eine reduzierte Inanspruchnahme der für den Bund durchgeführten Maßnahmen für die Energieversorger beigetragen.

Die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten lagen zum Jahresende 2025 für die Gesamt- sowie (harte) Kernkapitalquote bei 27,7 Prozent. Im Jahresvergleich sanken die Quoten – wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt – um rund 2,5 Prozentpunkte. Dies ist auf die Erhöhung des Gesamtrisikobetrags vor allem aufgrund der Umsetzung des kapitalintensiveren Capital-Requirements-Regulation-III-Regelwerks im ersten Quartal 2025 zurückzuführen (31.12.2024: Gesamtkapitalquote 30,3 Prozent; (harte) Kernkapitalquote 30,2 Prozent).

KfW Geschäftsbericht online: kfw.de/berichtsportal (https://www.kfw.de/s/dekBdm67)

Informationen zur Pressekonferenz: Digitale Pressemappe KfW-Bilanzpressekonferenz 2026 | KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Pressetermine/Bilanzpressekonferenz/Bilanzpressekonferenz-2.html)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 – 9, 60325 Frankfurt
Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Nina Luttmer,
Tel. +49 69 7431 41336
E-Mail: nina.luttmer@kfw.de, Internet: www.kfw.de

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