Die Generation Z will nicht einfach nur sparen. Sie will unabhängig sein. Finanzielle Freiheit, Selbstbestimmung und die Möglichkeit, das eigene Leben aktiv gestalten zu können, gehören inzwischen zu den zentralen Lebenszielen junger Menschen. Genau darin liegt eine der größten Chancen – aber auch eine der größten Herausforderungen – für Banken und Sparkassen in Deutschland.
Eine aktuelle Studie der IU Internationalen Hochschule zeigt eindrucksvoll, wie stark das Thema finanzielle Unabhängigkeit insbesondere die junge Generation beschäftigt. Für die große Mehrheit der Gen Z ist finanzielle Unabhängigkeit das wichtigste finanzielle Ziel überhaupt und dies ist deutlich stärker ausgeprägt als im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Gleichzeitig machen sich viele junge Erwachsene Sorgen um Altersvorsorge, wirtschaftliche Stabilität und den langfristigen Erhalt ihres Lebensstandards.
Doch der Wunsch nach finanzieller Freiheit allein reicht nicht aus. Wer finanziell unabhängig werden möchte, benötigt drei Dinge: Einkommen, Disziplin und vor allem Wissen.
Genau hier beginnt die eigentliche Herausforderung.
Die Gen Z ist finanzinteressiert, aber nicht automatisch finanzgebildet
Die öffentliche Diskussion rund um die Generation Z ist häufig von Klischees geprägt. Mal gilt sie als konsumorientiert, mal als digital überfordert oder gar beratungsfern. Die Realität ist deutlich differenzierter.
Die IU-Studie zeigt einerseits eine hohe Motivation und Hoffnung im Umgang mit Geld, andererseits aber auch Unsicherheiten und ein erhöhtes Risiko impulsiver finanzieller Entscheidungen. So geben junge Erwachsene deutlich häufiger an, Geld spontan auszugeben, obwohl sie eigentlich langfristige Ziele verfolgen wollten. Gleichzeitig beeinflussen soziale Medien die finanziellen Entscheidungen der Gen Z wesentlich stärker als bei älteren Generationen.
Das ist ein hochrelevanter Befund.
Denn wer finanzielle Informationen überwiegend über TikTok, Instagram oder YouTube konsumiert, trifft zwangsläufig auch auf vereinfachte, emotionalisierte oder teilweise problematische Inhalte. Zwischen ETF-Sparplan, Kryptowährungen, „Finfluencern“ und kurzfristigen Renditeversprechen entsteht schnell der Eindruck, finanzielle Unabhängigkeit sei lediglich eine Frage der richtigen App oder der nächsten (guten) Investmentidee.
Doch nachhaltiger Vermögensaufbau funktioniert anders.
Finanzielle Unabhängigkeit entsteht nicht durch einzelne Produkte, sondern durch ein grundlegendes Verständnis von Geld, Risiko, Vorsorge und langfristiger Planung. Genau deshalb wird Finanzbildung zu einer der zentralen Zukunftsaufgaben der Finanzbranche.
Die NextGen Studie zeigt deutlich, dass junge Kunden Orientierung wollen
Auch die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH kommt im Rahmen der „NextGen Studie 2026“ zu einem klaren Ergebnis: Junge Erwachsene sind keineswegs beratungsfern oder ausschließlich digital orientiert. Vielmehr erwarten sie eine Kombination aus digitalen Angeboten, verständlichen Informationen und persönlicher Orientierung.
Besonders spannend ist dabei, dass persönliche Beratung weiterhin eine hohe Bedeutung besitzt, allerdings in einer anderen Form als früher. Junge Menschen wünschen sich keine produktgetriebene Verkaufsberatung, sondern verständliche Begleitung entlang ihrer konkreten Lebenssituationen:
erste Wohnung,
erstes Gehalt,
Berufseinstieg,
Vermögensaufbau,
Altersvorsorge,
Absicherung der Arbeitskraft,
oder die ersten größeren finanziellen Entscheidungen.
Gerade Regionalbanken besitzen hier eigentlich ideale Voraussetzungen. Sie verfügen über Nähe, Vertrauen, regionale Verankerung und persönliche Ansprechpartner. Doch diese traditionellen Stärken müssen künftig stärker mit moderner Finanzbildung, digitalen Informationsangeboten und niedrigschwelligen Beratungsformaten verbunden werden.
Finanzbildung wird zum Wettbewerbsfaktor
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, ob Banken digitale Angebote benötigen. Die entscheidende Frage lautet vielmehr:
Welche Institute schaffen es, jungen Menschen echte finanzielle Kompetenz zu vermitteln?
Denn die Gen Z sucht heute nicht nur Produkte. Sie sucht erst einmal Orientierung.
Institute, die Finanzthemen verständlich erklären, Transparenz schaffen und junge Menschen frühzeitig bei wichtigen finanziellen Entscheidungen begleiten, werden langfristig Vertrauen aufbauen können. Genau dieses Vertrauen entscheidet künftig darüber, welche Bank zur langfristigen Hausbank wird.
Dabei geht es längst nicht nur um klassische Beratungsgespräche in der Filiale. Finanzbildung entsteht heute an vielen Touchpoints gleichzeitig:
über verständliche Webseiten,
über Social Media,
über Podcasts,
über Chat-Dialoge,
über digitale Finanzplanung,
über hybride Beratungsmodelle,
und über eine Kommunikation, die die Lebensrealität junger Menschen tatsächlich versteht.
Die „NextGen Studie 2026“ zeigt dabei sehr deutlich, dass Banken mit modernen digitalen Informations- und Beratungsangeboten durchaus hohe Relevanz bei jungen Kundinnen und Kunden erreichen können.
Deshalb analysiert die Gesellschaft für Qualitätsprüfung künftig auch die Finanzbildung
Genau aus diesem Grund richtet die Gesellschaft für Qualitätsprüfung ihren Blick künftig noch stärker auf das Thema Finanzbildung im Rahmen der Studie „NextGen Finanzbildung“.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Regionalbanken junge Menschen dabei unterstützen, finanzielle Zusammenhänge besser zu verstehen und eigenständige finanzielle Entscheidungen treffen zu können.
Denn exzellente Beratungsqualität beginnt nicht erst beim Produktabschluss. Sie beginnt viel früher – nämlich dort, wo Banken Orientierung geben, Wissen vermitteln und finanzielle Zusammenhänge verständlich machen.
Der „Finanzhunger“ der Gen Z ist real. Junge Menschen wollen verstehen, wie Vermögensaufbau funktioniert. Sie wollen finanziell unabhängig werden. Und sie sind bereit, sich mit Geld intensiv auseinanderzusetzen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb:
Welche Banken schaffen es, diesen Finanzhunger in langfristiges Vertrauen, nachhaltige Kundenbeziehungen und echte finanzielle Kompetenz zu übersetzen?
Die Testergebnisse zu der Studie „NextGen Finanzbildung 2026“ werden spätestens im August 2026 auf unserer Webseite veröffentlicht.
Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung ist eine Gesellschaft, die sich ausschließlich mit der fundierten Qualitätsprüfung auf Basis von anerkannten Qualitätsstandards und Normen beschäftigt.
Wir – die Gesellschaft für Qualitätsprüfung – sind seit langem intensiv damit beschäftigt, die Finanzwelt mit den Augen des Kunden zu betrachten, denn die einzig relevante Instanz zur Bewertung von Güte (von Produkten und/oder Dienstleistungen) ist DER KUNDE und nur DER KUNDE!
Bei dieser Bewertung einer „gelebten Qualität am Kunden“ geht es neben der Kundenperspektive auch um die Anforderungen des Verbraucherschutzgedankens bzw. die Vorgaben aufgrund von aktuellen Standards und Regeln, die es in einer exzellenten Finanzberatung einzuhalten gilt.
Komplexe Beratungssachverhalte anschaulich, transparent und vor allem vollständig und korrekt zu präsentieren, ist nicht nur in der Bankenwelt eine ständige Herausforderung, sondern auch eine große Verantwortung gegenüber dem Kunden.
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