EcoGraf hat im zweiten Quartal 2026 bei mehreren Schlüsselprojekten deutliche Fortschritte erzielt. Im Mittelpunkt stehen die Finanzierung des Epanko Graphite Project in Tansania, der Ausbau der europäischen Batteriegraphitstrategie sowie neue Partnerschaften und Förderprogramme. Gleichzeitig treibt das Unternehmen seine vertikal integrierte Wertschöpfungskette für Batteriematerialien weiter voran.
Finanzierung und Projektentwicklung von Epanko schreiten voran
Im Berichtsquartal arbeitete EcoGraf an mehreren Finanzierungssträngen für das Epanko Graphite Project. Nach Einreichung des unabhängigen Ingenieurberichts wurde der Dialog mit Kreditgebern, Beratern und strategischen Partnern fortgesetzt, um die Finanzierungsstruktur weiter zu optimieren. Parallel identifizierten Optimierungsstudien Möglichkeiten, die Produktion künftig über die bislang geplanten 73.000 Tonnen Graphitkonzentrat pro Jahr hinaus auszubauen.
Auch die Gespräche mit potenziellen Abnahmepartnern wurden intensiviert. Nach Angaben des Unternehmens laufen Verhandlungen über langfristige Lieferverträge sowie über höhere Abnahmemengen zur Unterstützung einer späteren Produktionsausweitung. Ergebnisse erwartet EcoGraf im kommenden Quartal.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein war der Beginn der Entschädigungsmaßnahmen für die Zufahrtsstraße zur Mine. Diese vorbereitenden Arbeiten sollen den Projektstart nach einer endgültigen Investitionsentscheidung beschleunigen und die Erreichbarkeit während der Regenzeit verbessern.
Europäische Förderung und neue Partnerschaften
Für zusätzlichen Rückenwind sorgt die Aktivierung eines Förderprogramms der Europäischen Investitionsbank (EIB) im Umfang von bis zu 2 Mio. Euro. Die Mittel fließen in Studien zur Erweiterung des Epanko-Projekts, zur Entwicklung der Midstream-Verarbeitung sowie zur stärkeren Integration von EcoGrafs Graphit in die europäische Batteriewertschöpfungskette. Darüber hinaus verfolgt das Unternehmen weitere Förderanträge im Umfang von 4,2 Mio. Euro, unter anderem über das deutsche DEG-develoPPP-Programm.
Auch auf kommerzieller Seite wurden Fortschritte erzielt. EcoGraf unterzeichnete ein Memorandum of Understanding mit Mitsubishi Chemical Corporation, das die Qualifizierung und mögliche langfristige Lieferung von Batterieanodenmaterialien vorsieht. Bei erfolgreichem Abschluss der Produktqualifizierung könnten künftig bis zu 10.000 Tonnen sphärisches Graphit pro Jahr geliefert werden.
Wettbewerbsvorteil durch HFfree-Technologie
Eine internationale Standortanalyse bestätigte die Wettbewerbsfähigkeit der firmeneigenen HFfree®-Reinigungstechnologie. Die Untersuchung weist Betriebskosten von rund 478 US-Dollar je Tonne für die Reinigung sowie integrierte Gesamtkosten von etwa 1.441 US-Dollar je Tonne Batterieanodenmaterial aus. Nach Ansicht des Unternehmens bietet die Technologie damit eine wettbewerbsfähige Alternative zu bestehenden chinesischen Lieferketten.
Zusätzlich erhielt EcoGraf ein Patent für seine HFfree®-Technologie in Indien und reichte eine weitere internationale Patentanmeldung ein, die den Schutz der Technologie auf 158 Länder ausweiten soll. Parallel läuft die Entwicklung von Batterieanodenmaterialien gemeinsam mit dem taiwanesischen Partner Long Time Technology, während auch Programme zum Recycling von Batterieanoden weiter voranschreiten.
Strategische Positionierung für den wachsenden Graphitmarkt
Vor dem Hintergrund der weltweit steigenden Nachfrage nach Batteriegraphit hat EcoGraf außerdem einen strategischen Prozess zur Gewinnung weiterer Investoren, Abnahmepartner und Joint-Venture-Partner gestartet. Das Unternehmen sieht sich durch die Kombination aus eigener Graphitmine, mechanischer Verarbeitung, HFfree®-Reinigungstechnologie und Recycling gut positioniert, um vom Ausbau der globalen Batteriewertschöpfungsketten zu profitieren. Zum Ende des Quartals verfügte EcoGraf über liquide Mittel von rund 3,8 Mio. AUD.
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