Krypto und Sanktionen: Seminar zu Sanktionsrisiken bei Kryptowährungen und virtuellen Währungen

Neue regulatorische Anforderungen an den Umgang mit Kryptowerten

Mit der Weiterentwicklung europäischer und internationaler Regulierung steigen die Anforderungen an Institute, die mit Kryptowerten oder entsprechenden Dienstleistungen in Berührung kommen. Neben den allgemeinen Sanktionsvorgaben prägen unter anderem die Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCAR), die Geldtransferverordnung („Travel Rule“) sowie die Erwartungen der Aufsicht den Umgang mit virtuellen Währungen. Unternehmen müssen ihre Kontrollmechanismen kontinuierlich anpassen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Das Seminar ordnet diese Entwicklungen fachlich ein und zeigt ihre Bedeutung für Banken und Krypto-Dienstleister auf.

Herausforderungen für Banken und Compliance-Verantwortliche

Die dezentrale Struktur vieler Kryptowährungen sowie unterschiedliche Grade an Transparenz und Anonymität erschweren die Nachverfolgung von Finanzströmen. Dadurch entstehen neue Risiken für die Einhaltung von Sanktionen und Embargovorschriften. Im Seminar wird erläutert, welche Warnsignale bei Krypto-Transaktionen berücksichtigt werden sollten, welche Möglichkeiten Wallet- und Transaktionsscreenings bieten und wo deren Grenzen liegen. Darüber hinaus wird die Rolle von Kryptowährungen im geopolitischen Kontext, insbesondere im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg und aktuellen Entwicklungen, fachlich eingeordnet. Ziel ist es, erste Ansätze zur Identifikation von Risiken und zur Weiterentwicklung des institutseigenen Kontrollumfelds zu vermitteln.

Inhalte des Seminars

Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:

– Grundlagen, Funktionsweise und Arten von Kryptowährungen
– Chancen und Risiken digitaler Vermögenswerte für Banken
– Nationale und internationale Vorgaben im Sanktionsrecht
– Aktuelle regulatorische Entwicklungen, einschließlich MiCAR und Travel Rule
– Erwartungen der Aufsicht an Institute und Krypto-Dienstleister
– Typische Red Flags bei Krypto-Transaktionen
Möglichkeiten und Grenzen von Wallet- und Transaktionsscreenings
– Kryptowährungen im geopolitischen Kontext sowie aktuelle Fallentwicklungen
– Fachlicher Austausch und Diskussion zu praktischen Fragestellungen

Relevanz für Compliance, Geldwäscheprävention und Revision

Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende aus den Bereichen Sanktions- und Embargobestimmungen mit Praxiserfahrung sowie an Fachkräfte aus Compliance, Geldwäsche- und Betrugsprävention, Recht, Zahlungsverkehr und Interner Revision. Darüber hinaus spricht es Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer mit Schwerpunkt Compliance an. Damit adressiert die Veranstaltung jene Berufsgruppen, die regulatorische Anforderungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen und Sanktionen bewerten, überwachen oder umsetzen.

Referent

Referent ist Jan-Eric Dippel, Diplom-Jurist (LL.M.) sowie Geldwäschebeauftragter und Sanctions Officer (CASP). Er verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Bankenregulierung, Geldwäsche- und Sanktionsprävention und verantwortet in seiner beruflichen Praxis die Geldwäsche- und Sanktions-Compliance eines MiCAR-lizenzierten Kryptowerte-Dienstleisters. Darüber hinaus berät er Finanzinstitute und Krypto-Dienstleister zu regulatorischen Fragestellungen im Umfeld digitaler Technologien und Compliance.

Das Online-Seminar „Krypto und Sanktionen – Cryptocurrencies und virtuelle Währungen im Kontext von Sanktionen“ findet am 4. November 2026 statt.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.