Staatliche Förderung im Fokus: Musterrechnung und Studien zeigen, was junge Familien und Späteinsteiger beim Altersvorsorgedepot beachten müssen

Eine Umfrage zeigt großes Interesse am neuen Altersvorsorgedepot – und ebenso großen Beratungsbedarf. Eine Modellrechnung macht den Fördereffekt für eine junge Familie konkret. Und eine Analyse widerlegt die Annahme, das Depot lohne sich nur für junge Sparer.

Das ab 2027 startende Altersvorsorgedepot stößt auf breites Interesse: Laut einer Civey-Erhebung im Auftrag des Versicherers DEVK unter 2.500 Erwerbstätigen wollen sich 70 Prozent der Bundesbürger mit dem neuen Förderprodukt beschäftigen. Besonders ausgeprägt ist das Interesse bei unter 30-Jährigen, von denen sich 88 Prozent offen zeigen. Trotz digitaler Informationsangebote wünschen sich 74 Prozent aller Befragten vor allem eine persönliche Beratung.

Wie stark die neue Förderung wirken kann, zeigt eine Modellrechnung für einen alleinerziehenden, 30-jährigen Vater mit einem zweijährigen Kind. Bei einer monatlichen Sparrate von 60 Euro und einem effektiven Eigenaufwand von nur 13 Euro erreicht das Altersvorsorgedepot bis zum Renteneintritt mit 67 ein Vermögen von 147.169 Euro – davon 16.890 Euro direkt aus staatlichen Zulagen. Verglichen mit einem ungeförderten Depot mit gleichem Eigenbeitrag ergibt sich ein Vorteil von 62.848 Euro sowie 176 Euro mehr monatliche Nettorente.

Eine dritte Analyse räumt mit einer verbreiteten Annahme auf: Das Altersvorsorgedepot lohne sich vor allem für junge Sparer. Der Aktuar Robert Bahnsen zeigt, dass die staatliche Förderung als einmaliger Hebel auf jeden eingezahlten Euro wirkt – unabhängig von der Restlaufzeit. Der laufende Kostennachteil gegenüber einem freien ETF-Depot summiert sich dagegen mit jedem weiteren Sparjahr. Bei kurzer Restlaufzeit kann die Förderung deshalb rechnerisch eine zweistellige jährliche Zusatzrendite ausmachen.

„Die Zahlen zeigen: Das Altersvorsorgedepot ist kein Produkt, das man sich nebenbei erschließt“, ordnet Marc-Oliver Ziegler, Inhaber von avdepot.expert, ein. „Für junge Familien lohnt sich der Blick auf die Förderquote, für ältere Einsteiger der Blick auf den eigenen Steuersatzabstand. Beides lässt sich mit dem richtigen Rechner in wenigen Minuten klären.“

avdepot.expert hat die Musterrechnung, die Umfrageergebnisse und die Break-even-Analyse für Späteinsteiger in einem neuen Beitrag zusammengefasst. Dort steht außerdem der kostenlose Vorab-Check von MONEY-FACTORY zur Verfügung.

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