Altersvorsorgedepot 2027: Was Selbstständige und Berater prüfen

Weinsberg, 5. November 2026. Für Selbstständige wird die Altersvorsorge ab 2027 zur Rechenaufgabe mit mehreren Stellschrauben: Förderung im Altersvorsorgedepot, Sonderausgabenabzug in der Basisrente, Rücklagen im eigenen Betrieb. Am Anfang steht eine Frage, die das Finanzamt beantwortet: Aus welcher Einkunftsart stammt das Einkommen?

Für Selbstständige: Was zu prüfen ist

Die Eintrittskarte ist die Einkunftsart: Gewerbebetrieb nach § 15 EStG oder selbstständige Arbeit nach § 18 Absatz 1 Nummer 1 bis 3 EStG, dazu ein Alter unter 67 und die Steuererklärung für das Beitragsjahr. Der Nutzen: bis zu 540 Euro Grundzulage im Jahr bei mindestens 120 Euro Eigenbeitrag, dazu der Sonderausgabenabzug. Das Depot nimmt bis zu 6.840 Euro im Jahr auf, die Förderung endet bei 1.800 Euro. Der Preis: Das geförderte Guthaben ist bis zum Rentenbeginn gebunden, eine vorzeitige Verfügung führt zur Rückzahlung von Zulagen und Steuervorteilen.

Für Berater: Der Beratungsanlass

Aus der Regel ergeben sich Fragen, die sich vor dem Vertragsabschluss klären lassen. Welche Einkunftsart steht im Bescheid? Bezieht der Kunde als Gesellschafter-Geschäftsführer ein Gehalt, das unter § 19 EStG fällt? Wird die Steuererklärung jedes Jahr abgegeben? Hat der Kunde Kinder, kommen bis zu 300 Euro Kinderzulage je Kind hinzu, unter 25 Jahren einmalig 200 Euro Bonus. Offen ist, wie die Finanzverwaltung Verlustjahre behandelt, denn dazu schweigt der Wortlaut.

Rechner für die Entscheidung

avdepot.expert stellt dafür kostenlose Rechner bereit: den Altersvorsorgedepot-Rechner für die Zulage, den Fördervergleich Basisrente gegen Altersvorsorgedepot, den Fördervergleich Riester gegen Altersvorsorgedepot und den Frühstartrenten-Rechner für Kinder. Die Ergebnisse sind Modellrechnungen und keine Garantie. Wer die Basisrente schon nutzt, kann beide Wege nebeneinanderlegen und sieht, welcher Förderweg im eigenen Fall mehr hergibt.

Bis zum Start offen

Gerichtsentscheidungen zu den Förderkriterien gibt es vor dem 1. Januar 2027 nicht. Antworten auf die offenen Punkte, etwa zur Frist der Steuererklärung, kommen frühestens mit den ersten Zulageanträgen.

Die Redaktion von avdepot.expert ordnet ein: Ob Depot, Basisrente oder beides passt, hängt vom Einkommen, von der Beitragshöhe und vom Bedarf an Rücklagen ab.

Beitrag mit Tabelle der erfassten Tätigkeiten und Quellen:

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