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Covid-19: Aktuelle Sicherheitsstudie im Cyberbanking





Für die globale Bankenbranche haben sich Cyberrisiken zum größten Risiko überhaupt entwickelt. In Ausnahmesituationen, wie die der Covid 19-Krise, nehmen diese weiter zu. Vor diesem Hintergrund hat die Firma D-Rating eine Studie in 15 europäischen Ländern durchgeführt, die die in der Corona-Krise von 60 Banken ergriffenen Maßnahmen zur Cybersicherheit untersucht. In Deutschland und Österreich übertreffen fünf bewertete Banken die Durchschnittswerte. Das insgesamt beste Ergebnis unter allen bewerteten Marken wurde in der Schweiz erzielt.

D-Rating untersuchte das Sicherheitsniveau der wichtigsten europäischen Banken im Zeitraum vom 1. März bis zum 11. Mai 2020 – darunter große europäische Banken, Neo-Banken und andere, die als digitale Vorreiter gelten.

Das Studien-Design
Die D-Rating Cybersicherheits-Analyse erfasst Schwachstellen sowohl der Android-Anwendungen als auch der Webseiten der Banken. Dazu gehören beispielsweise die DNS-Integrität, IP-Reputation, Netzwerksicherheit, offengelegte Informationen oder die Patching-Kadenz. Es handelt sich um eine 100-prozentige Outside-In-Analyse, die auf den Diagnose-Tools von SecurityScorecard (für die IT-Sicherheit von Webseiten) und Quixxi (für die IT-Sicherheit von Android-Anwendungen) basiert.

Die Ergebnisse
Die Studie liefert vier zentrale Ergebnisse: Nicht alle europäischen Banken bieten das gleiche Maß an Sicherheitsstandards. Es gibt große Unterschiede von Land zu Land. So verzeichneten beispielsweise die in der Schweiz ansässigen Banken Spitzenwerte, während im Süden Europas die niedrigsten Durchschnittswerte erreicht wurden.

Die Studie ergab auch, dass Neo-Banken bei Web-Plattformen im Durchschnitt besser abschneiden als etablierte Banken, aber nicht bei Apps. Es werden drei Gruppen von Banken unterschieden; die Top-6 Banken in Gruppe A sind BPER Banca (IT), ING (NL), Keytrade Bank (B), Marcus by Goldman Sachs (UK), Raiffeisen (Schweiz), Santander UK (UK). Banken aus Deutschland und Österreich befinden sich laut Studie im oberen Mittelfeld.

1 Lösegeldangriff alle 11 Sekunden
Fabio Panetta, Mitglied des EZB-Direktoriums, erklärte während des Euro Cyber Resilience Board für gesamteuropäische Finanzmarktinfrastrukturen (ECRB): „In finanzieller Hinsicht sind die Gesamtkosten von Cybervorfällen zwar schwer zu ermitteln, doch Schätzungen der Industrie reichen von 45 bis 654 Milliarden US-Dollar für die Weltwirtschaft im Jahr 2018. So sind die durchschnittlichen Kosten von Cybervorfällen in den letzten fünf Jahren um 72 Prozent gestiegen. Bis 2021 werden Unternehmen alle elf Sekunden Opfer eines Lösegeldangriffs werden”.

In der DACH-Region untersuchte D-Rating das Sicherheitsniveau folgender Banken:
Österreich: Erste Bank, Raiffeisen Bank
Schweiz: Crédit Suisse, Raiffeisen Group, UBS, Zürcher Kantonalbank
Deutschland : Commerzbank, Deutsche Bank, HVB

Die vollständige englischsprachige Studie finden Sie unter dem folgenden Link: https://f2266a88-d40b-46f8-a18a-6b9228773153.usrfiles.com/ugd/f2266a_12a9b2661d954479b6c25cc069e482d3.pdf

Kurz-URL: https://www.88finanz.de/?p=1829222





Erstellt von an Jul 8 2020. geschrieben in Banken. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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