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Deutscher Büromarkt: Nachfrage nach Büroflächen weiterhin hoch (FOTO)





– Deutscher Büromarkt: Nachfrage nach Büroflächen weiterhin hoch
– Ein starkes zweites Quartal hebt den Büroflächenumsatz im ersten
Halbjahr auf 1,4 Millionen Quadratmeter in den Top-4-Märkten
– Großabschlüsse sorgen für 27 Prozent des Halbjahresumsatzes
– Anbieter von flexiblen Büroflächen bauen ihre Marktpräsenz weiter
aus
– Büroflächennutzer priorisieren neuwertige Flächen
– Die Spitzenmieten liegen deutlich über ihren Vorjahreswerten,
Berlin verzeichnet den stärksten Anstieg
– Bautätigkeit gestiegen, Mieter benötigen weiterhin lange
Vorlaufzeiten

Das international tätige Immobilienberatungsunternehmen Cushman &
Wakefield gibt heute die Deutschlandzahlen für den
Bürovermietungsmarkt des ersten Halbjahres 2019 bekannt. Trotz
verhaltener Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft bleibt die
Nachfrage nach Büroflächen in den deutschen Wirtschaftszentren auf
hohem Niveau. Bis Ende des ersten Halbjahres 2019 erreichte der
aggregierte Büroflächenumsatz in den Top-4-Märkten Berlin, Frankfurt,
Hamburg und München den Wert von 1,4 Millionen Quadratmetern und
damit das höchste Ergebnis, das in den letzten 20 Jahren für ein
erstes Halbjahr registriert wurde. Das Vorjahresergebnis wird damit
um knapp drei Prozent übertroffen, der Mittelwert der letzten fünf
ersten Halbjahre um knapp 15 Prozent.

München verzeichnet im ersten Halbjahr 2019 mit 423.400
Quadratmetern das höchste Ergebnis unter den vier Top-Märkten, kann
aber als einziger Markt sein Vorjahresergebnis nicht bestätigen.
Berlin folgt mit 395.500 Quadratmetern und einem Plus von drei
Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf dem zweiten Platz.
Hamburg profitiert von einigen Großflächenanmietungen und steigert
den Flächenumsatz um 31 Prozent auf 322.900 Quadratmeter. Der
Frankfurter Markt zeigt sich mit 260.200 Quadratmetern gegenüber dem
ersten Halbjahr 2018 stabil.

Großflächenabschlüsse summieren sich auf fast 375.000 Quadratmeter
im ersten Halbjahr

Nicht zuletzt das zweite Quartal dieses Jahres sorgte für einen
deutlichen Schub beim Flächenumsatz. Es lag in den Top-4-Märkten mit
seinen rund 763.500 Quadratmetern fast 20 Prozent beziehungsweise
125.000 Quadratmeter über den Neuabschlüssen des ersten Quartals
(638.500 Quadratmeter). Großabschlüsse von 10.000 Quadratmetern und
mehr waren dabei die Haupttreiber. Sie summierten sich im zweiten
Quartal 2019 auf rund 238.300 Quadratmeter und lagen damit 75 Prozent
höher als im ersten Quartal. Zum Halbjahresergebnis trugen die
insgesamt 17 Großabschlüsse mit 27 Prozent mehr als ein Viertel bei.
Der größte Abschluss im ersten Halbjahr fiel auf Hamburg. Die Stadt
Hamburg unterschrieb einen langjährigen Mietvertrag über mehr als
50.000 Quadratmeter – Flächen, die nach Abschluss des Umbaus des
Objektes unter anderem von der Universität Hamburg genutzt werden
sollen.

Anbieter von flexiblen Büroflächen verstärken ihre Präsenz vor
allem in Berlin und Frankfurt

Anbieter flexibler Bürokonzepte bauten ihre Marktpräsenz in den
Top-4-Märkten im ersten Halbjahr 2019 weiter aus und schlossen neue
Verträge für insgesamt 68.700 Quadratmeter ab. Berlin und Frankfurt
standen mit 37.000 Quadratmetern und 16.300 Quadratmetern dabei
besonders im Fokus. Ein nicht unerheblicher Teil der insgesamt in den
Top-4-Märkten registrierten 22 neuen Abschlüsse betraf Flächen unter
1.000 Quadratmetern. Drei Abschlüsse lagen jeweils im Bereich von
9.000 Quadratmetern. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Flächenumsatz
durch flexible Konzepte deutlich schwächer. Im ersten Halbjahr 2018
hatte er gut 96.000 Quadratmeter erreicht, im zweiten Halbjahr waren
weitere rund 121.400 Quadratmeter dazugekommen. Die Phase des
schnellen Wachstums scheint eine Grenze erreicht zu haben. Sowohl die
bereits erreichte Marktabdeckung als auch das limitierte
Flächenangebot in den Märkten bremst die weitere Expansion ab.

Flächenangebot im Bestand deckt den Bedarf nur ansatzweise

Das erste Quartal 2019 hatte in den Top-4-Märkten mit rund 1,6
Millionen Quadratmetern im Bestand abgeschlossen, die zum Leerstand
zählten und kurzfristig verfügbar waren. Dazu kamen gut 200.000
Quadratmeter an Neubauflächen, die im zweiten Quartal bezugsfähig
wurden. Theoretisch hätte der Flächenumsatz des zweiten Quartals
damit aus diesem Angebot bedient werden können. Doch wie bereits in
den Vorquartalen deckte dieses sich im Hinblick auf Lage, Größe und
Ausstattung sehr häufig nicht mit den Vorstellungen und Ansprüchen
der suchenden Unternehmen – insbesondere dort, wo es um größere
zusammenhängende Flächen oder um bestimmte Vorstellungen zur
Mikrolage ging. Im Ergebnis stellten Unternehmen ihre Umzugspläne
zurück oder wichen auf Neubauprojekte beziehungsweise auf
Bestandsobjekte aus, die saniert und teilweise erst 2020 oder später
beziehbar sein werden. Allein im zweiten Quartal summierten sich
Projektanmietungen und Eigennutzerbaustarts auf rund 342.000
Quadratmeter und damit auf 45 Prozent des gesamten Quartalsumsatzes.
Im ersten Halbjahr liegt der Anteil des Umsatzes, der nicht im
aktuellen Flächenbestand wirksam wurde, insgesamt bei rund 38
Prozent.

Bautätigkeit verzeichnet Anstieg, Flächeninteressenten brauchen
weiterhin Geduld

Zu Beginn des zweiten Halbjahres befinden sich in den
Top-4-Märkten fast vier Millionen Büroflächen im Bau, das sind rund
1,4 Millionen Quadratmeter und 55 Prozent mehr als zwölf Monate
zuvor. Der deutliche Anstieg der Bautätigkeit erfolgte zu großen
Teilen als Reaktion auf abgeschlossene Vorvermietungen und beinhaltet
Starts von Eigennutzerprojekten. Der spekulative Anteil, also der
Flächenanteil, der noch nicht an Nutzer vergeben ist und noch
angemietet werden kann, liegt mit 47 Prozent unter der Hälfte des
Gesamtvolumens und steht zudem mehrheitlich frühestens im Laufe des
Jahres 2020 zum Bezug zur Verfügung.

Kritischer ist die Situation bei den Neubauflächen, die noch in
der zweiten Jahreshälfte bezugsfertig werden. Hier sind von rund
911.200 Quadratmetern nicht mehr als 220.000 Quadratmeter
beziehungsweise 14 Prozent verfügbar. Absolut und prozentual gesehen
hat Berlin mit zwölf Prozent beziehungsweise 27.000 Quadratmetern das
geringste verfügbare Flächenangebot im Neubau für 2019. Am Münchner
Markt stehen dagegen noch mehr als 111.000 Quadratmeter an
Neubauflächen für eine Anmietung und mit möglichem Bezug bis Ende
2019 zur Verfügung.

Berliner Spitzenmiete auf dem Weg zum Münchner Niveau

Eine hohe Nachfrage und ein immer knapper werdendes Angebot haben
vor allem in Berlin zu deutlich höheren Mieten geführt. Die
realisierbare Spitzenmiete ist von Mitte 2018 bis Mitte 2019 von
31,50 Euro pro Quadratmeter und Monat auf 37,00 Euro gestiegen. Die
absolute Differenz von 5,50 Euro entspricht einem relativen Anstieg
von 17 Prozent. Allein zwischen dem ersten und dem zweiten Quartal
2019 wurde ein Anstieg um 2,00 Euro oder 5,7 Prozent verzeichnet.
Damit liegt die Berliner Spitzenmiete nur noch 1,50 Euro pro
Quadratmeter und Monat unter dem aktuellen Münchner Wert von 38,50
Euro. Dieser stieg in den letzten zwölf Monaten um 2,00 Euro bzw.
fünf Prozent. Teuerster Markt bleibt Frankfurt mit aktuell 45,00 Euro
pro Quadratmeter und Monat und einem Mietanstieg von 3,00 Euro und
sieben Prozent in den letzten zwölf Monaten. Die Hamburger
Spitzenmiete stieg um 1,50 Euro (sechs Prozent) auf 27,50 Euro pro
Quadratmeter und Monat.

Yvo Postleb, Head of Germany bei Cushman & Wakefield, kommentiert:
“Da das Flächenangebot mindestens im weiteren Jahresverlauf knapp
bleibt, könnten die Spitzenmieten durchaus weiter steigen. Im War for
Talents nimmt die Qualität des Arbeitsplatzes und seiner
unmittelbaren Umgebung einen enormen Stellenwert ein. Viele
Unternehmen sind bereit, die Vorteile von attraktiven
innerstädtischen Flächen in der Miethöhe zu honorieren. Angesichts
des bereits erreichten hohen Mietenlevels und der aktuell weniger
dynamischen Konjunktur gehen wir davon aus, dass ein möglicher
Anstieg moderater ausfällt als in den letzten zwölf Monaten. Davon
ausgenommen ist Berlin. Für die Bundeshauptstadt sehen wir das
Potenzial für weiter überdurchschnittlich stark steigende Mieten und
gehen in unserer Fünfjahresprognose davon aus, dass Berlin
mittelfristig München bei den Spitzenmieten überholen wird.”

Alexander Kropf, Head of Capital Markets Germany bei Cushman &
Wakefield, ergänzt: “Für heimische und internationale Investoren
stehen Büroobjekte traditionell an erster Stelle ihrer
Prioritätenliste. Die hervorragende Performance der
Bürovermietungsmärkte in der jüngeren Vergangenheit hat der Nachfrage
einen zusätzlichen Schub gegeben. Neu entwickelte Quartiere, vor
allem in Berlin aber auch in Hamburg, München und Frankfurt, haben
für eine, wenn auch begrenzte Ausweitung des Angebots gesorgt.
Gleichwohl gibt es insbesondere im Prime-Bereich kaum noch ein
Angebot oder aber die Verkäufer rufen so hohe Preise auf, dass einige
Investoren diese selbst bei Weiterführung der lockeren Geldpolitik
der Europäischen Zentralbank nicht mehr gegenüber ihren Anlegern
rechtfertigen können. Sie weichen auf B-Standorte aus oder erweitern
ihr Anlagespektrum.”

Über Cushman & Wakefield

Cushman & Wakefield (NYSE: CWK) ist ein führendes globales
Immobiliendienstleistungsunternehmen, dessen Service-Angebot die
Interessen von Immobiliennutzern und -eigentümern gleichermaßen
abdeckt. Zu den Kerndienstleistungen gehören Property, Facility und
Projektmanagement, Office Agency, Capital Markets, Global Occupier
Services, Project & Development Services, Tenant Representation,
Valuation & Advisory, Asset Services sowie weitere Dienstleistungen.
Mit über 51.000 Mitarbeitern, die in rund 400 Niederlassungen und 70
Ländern tätig sind, ist Cushman & Wakefield eines der größten
Immobilienberatungsunternehmen. In Deutschland verfügt das
Immobilienberatungsunternehmen über 6 Niederlassungen in Frankfurt,
Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf und Leipzig. 2018 hat das
Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 8,2 Milliarden US-Dollar
erzielt. Weitere Infos erhalten Sie auf www.cushmanwakefield.de und
unserem Blog oder Sie folgen uns auf Instagram @cushwake.germany.

Pressekontakt:
Viviana Plasil
Head of Marketing & Communications Germany
+49 (0) 69 50 60 73 365
viviana.plasil@cushwake.com

Corinna Leschke
schoesslers GmbH
+49 30 555 73 05 18
corinna.leschke@schoesslers.com

Original-Content von: Cushman & Wakefield, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88finanz.de/?p=1734890





Erstellt von an Jul 4 2019. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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