30 Jahre rauchfrei spart mindestens 60.000 Euro und vermeidet den Konsum von weit mehr als 130.000 gesundheitsschädlichen Zigaretten
Wer mit dem Rauchen aufhört, verlängert sein Leben – das ist eine einfache und gut belegte Wahrheit. Aber lohnt sich diese Maßnahme zur Lebensverlängerung auch finanziell? Markus Lindblad, Experte des Online-Händlers Northerner, hat nachgerechnet und kommt zu dem Ergebnis, dass sich diese Maßnahme doppelt lohnt.
Auf der Suche nach Geld für das Schließen von Haushaltslücken machen Politikerinnen und Politiker immer wieder gern Halt bei Nikotinprodukten und fordern, den Steuersatz dafür zu heben, zum Beispiel um zwei Euro. Andere wiederum rechnen vor, dass eine Packung Zigaretten 23 Euro kosten müsste, um die finanzielle Belastung des Gesundheitswesens damit zu kompensieren.
Hier geht es jedoch nicht vordergründig um den Preis für das Rauchen, sondern darum, was Verbraucherinnen und Verbraucher sparen könnten, wenn sie das Rauchen aufgeben.
19 Minuten: So lange arbeiten Raucher im Durchschnitt für eine Schachtel Zigaretten
Im Moment kostet eine 20er-Packung Zigaretten in Deutschland etwa neun, in Österreich sieben Euro. In der Schweiz legt man für die Packung 9,40 CHF auf den Ladentisch, was rund 10,30 Euro entspricht. Ein durchschnittlicher Raucher pafft am Tag zwölf Zigaretten, also drei Packungen in fünf Tagen. Mehr als 20 Prozent der Raucher (https://www.dkv.com/gesundheit-themenwelt-besser-atmen-rauchen-daten-fakten.html) konsumieren sogar 20 Zigaretten und mehr pro Tag. Für diese Menge muss der durchschnittliche Arbeitnehmer nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (https://de.statista.com/infografik/31164/arbeitsminuten-je-arbeitnehmer-fuer-20-zigaretten/) rund 19 Minuten arbeiten.
Hochgerechnet auf einen Monat entstehen so geschätzt Kosten zwischen 160 und 270 Euro, beziehungsweise zwischen 1.900 und 3.200 Euro pro Jahr. Der Einfachheit halber, mitteln wir diesen Wert auf 2.500 Euro, die einem durchschnittlichen Raucher dann pro Jahr zur Verfügung stehen, wenn er mit dem Rauchen aufhört.
Shopping, Kino, Urlaubsreise: Was lässt sich mit 2.500 Euro mehr anfangen?
Für den Großteil der Bevölkerung in Deutschland würden 2.500 Euro mehr netto im Jahr eine spürbare Entlastung bedeuten. Das Geld lässt sich beispielsweise gut als Notfallreserve einplanen, für den Fall, dass die Waschmaschine kaputtgeht, das Auto in die Reparatur muss oder der Laptop seinen Geist aufgibt. Eine im März 2024 veröffentlichte Studie der SCHUFA (https://www.sparkasse.de/pk/ratgeber/finanzplanung/finanzen-und-haushalt/notgroschen.html) ergab, dass 19 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland über keinerlei finanzielle Rücklagen für solche Situationen verfügen.
„Dieser Notgroschen sollte je nach Lebenssituation und monatlichen Fixkosten drei bis sechs Monatsgehälter umfassen und muss sicher und täglich verfügbar sein“, weiß Markus Lindblad von Northerner. „Wer endlich mit dem Rauchen aufhört, vergrößert somit seinen finanziellen Spielraum im Alltag, schafft finanzielle Sicherheit und steigert seine Lebensqualität deutlich – neben den vielen gesundheitlichen Vorteilen.“
Mit 2.500 Euro lässt sich auch ein schöner Urlaub finanzieren, keine Kreuzfahrt mit Außenkabine, aber eine solide Pauschalreise allemal. Mit den 2.500 Euro lassen sich auch die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten ausgleichen und dort ausgeben, wo man den Gürtel zuletzt enger schnallen musste.
Menschen, die noch am Anfang ihres Berufslebens stehen oder an ihrer Karriere arbeiten wollen, können das Geld als Investition sehen. Damit lassen sich zum Beispiel gezielte Weiterbildungsmaßnahmen finanzieren – Sprachkurse, Coachings für das berufliche wie persönliche Fortkommen, die Reise zu und Teilnahme an Konferenzen und Tagungen.
Solche Investitionen rechnen sich naturgemäß nur indirekt, da sich dadurch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, auf eine außergewöhnliche Karriere oder einfach auf ein erfüllteres Leben verbessern.
Reichts für ein Vermögen?
Das Geld kann selbstverständlich auch für den Vermögensaufbau verwendet werden.
Eine Beispielrechnung: Eine Aktie des US-Unternehmens Nvidia, das mit Grafikprozessoren für KI zu den wertvollsten Unternehmen der Welt geworden ist, kostet zurzeit etwa 184 Euro. Pro Jahr könnte man sich mit den eingesparten Zigaretten also mindestens 13 Nvidia-Aktien kaufen. Das klingt nach nicht besonders viel, aber das täuscht.
Wer, sagen wir, 2022 die besagten 2.500 Euro in Nvidia-Aktien gesteckt hätte, hätte dafür 103 Aktien kaufen können, die zum aktuellen Kurs einen Wert von rund 18.999 Euro hätten. Und wer diese Investition gar schon 2017 getätigt hätte, würde heute über ein Aktienvolumen von 193.000 Euro verfügen. Das wäre eine stattliche Rendite.
Aber seien wir ehrlich: Welcher normale Mensch hätte vor neun Jahren ausgerechnet in Nvidia investiert?
Nun könnte man jedoch sagen: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. 2.500 Euro, die nirgends dringend gebraucht werden, sind ein guter Betrag, um einfach mal etwas zu riskieren!
Entspannt im Alter: Mit klugen Anlagen sind die gewonnenen Lebensjahre finanziell abgesichert
Wenn wir uns jedoch von den Fantastillionen verabschieden, die wir als Möchtegern-Hasardeure an der Börse erspekulieren wollen, bleibt die Geldanlage eine Option. Allerdings liegt die Rendite weniger im Zugewinn, sondern vielmehr darin, ein System des kontinuierlichen Aufbaus eines kleinen Vermögens zu etablieren, das einem zu keinem Zeitpunkt seines Lebens große Sprünge erlaubt, kleine Verrücktheiten aber einschließt.
Der Deutsche Aktienindex (DAX) mit den inzwischen 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands bietet im Moment eine Rendite von um die acht Prozent pro Jahr. Wenn Sie damit beginnen, zum Beispiel 2.000?Euro der eingesparten Summe zu einem jährlichen Zinssatz von acht Prozent anzulegen und das angesparte Kapital jedes Jahr nach der Verzinsung um weitere 2.000?Euro zu erhöhen, wächst Ihr Vermögen kontinuierlich – vor allem durch den Zinseszinseffekt.
Nach einem Zeitraum von 30 Jahren haben Sie ein stattliches Gesamtvermögen von 226.566,42?Euro angesammelt. Die mindestens 130.000 nicht gerauchten Zigaretten nicht zu vergessen.*
„Lohnt es sich also, mit dem Rauchen aufzuhören?“, fragt Northerner-Experte Markus Lindblad. „Auf jeden Fall! Mit dem Rauchen aufzuhören ist zuallererst eine Frage der Gesundheit und der angestrebten Longevity und erst in zweiter Linie eine finanzielle Entscheidung. Es ist aber eine Win-Win-Situation für jeden, der sich dazu durchringt. Wenn man das gesparte Geld dann noch einfach verzinst auf dem Tagesgeldkonto oder mit höheren Renditen in börsengehandelten Fonds anlegt, kann man die gewonnenen Lebensjahre gut genießen.“
* Es geht um eine Beispielrechnung. Die sogenannte Abgeltungsteuer von pauschal 25 Prozent auf den Gewinn fällt erst beim Verkauf der Aktien an, sollte in dieser Rechnung aber auf jeden Fall berücksichtigt werden. Wer statt zum Rauchen des Genusses wegen auf Nikotinersatzprodukte wie Nikotinbeutel oder E-Zigaretten umsteigt, muss dafür natürlich auch bezahlen, was den Gewinn logischerweise wieder schmälert.
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