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Sondertilgung: schneller schuldenfrei





Ein Kredit kann eine langwierige Sache sein: Vor allem Immobilienkredite weisen in aller Regel sehr lange Laufzeiten von bis zu 30 Jahren oder mehr auf. Die meisten Kreditverträge sehen allerdings ein Sondertilgungsrecht vor: Die Kreditsumme kann schneller abgelöst werden, indem außerplanmäßige Zahlungen vorgenommen werden. Das hat Vorteile – aber auch Nachteile. Hier finden Sie alle Informationen, die Sie zur Sondertilgung wissen müssen.

Was ist eine Sondertilgung?

Beim Abschluss eines Kreditvertrags werden neben der Kreditsumme und dem Zinssatz auch die Rückzahlungsmodalitäten festgelegt: Wann welche Summe über welchen Zeitraum beim Darlehensgeber eingehen muss, ist bindend. Allerdings sind in der Regel auch Sonderzahlungen möglich. Auch ihre Höhe und Häufigkeit sollten vertraglich festgehalten werden. Achtung: Ist kein Sondertilgungsrecht im Kreditvertrag vorgesehen, müssen Sie mit Entschädigungszahlungen rechnen, wenn Sie das Darlehen vorzeitig ablösen oder eine größere Summe außer der Reihe einzahlen möchten. Eine nachträgliche Vertragsänderung ist erfahrungsgemäß schwierig. Das Sondertilgungsrecht sollte daher Bestandteil jedes Kreditvertrags sein.

Ist die Sondertilgung sinnvoll?

Es kommt darauf an. In vielen Fällen lassen sich die Banken das Recht zu Sondertilgung nämlich etwas kosten. Der Kreditgeber sollte bereits bei Vertragsabschluss wissen, dass er in absehbarer Zeit eine größere Bargeldsumme erhält. Dann lohnt sich ein Kredit mit Sondertilgungsrecht gleich aus mehreren Gründen. Zunächst einmal wird die Kreditdauer mitunter erheblich gesenkt – und so fällt auch ein Teil der Zinsbelastung weg. Zudem ist die Sondertilgung keine Pflicht. Sie können eine bestimmte Summe außer der Reihe zahlen – müssen dies aber nicht.

Welche Möglichkeiten der Sondertilgung gibt es?

Kreditinstitute, die in ihren Verträgen eine Sondertilgung anbieten, setzen in der Regel eine maximale Summe sowie eine bestimmte Anzahl der Tilgungen im Jahr oder über die gesamte Dauer des Darlehenvertrags. In der Regel beträgt die Maximalsummer 5 bis 10 Prozent der Darlehenssumme pro Jahr. Höhere Sätze sind unter Umständen möglich – können allerdings mit einer höheren Zinsbelastung belegt werden. Insgesamt gehen viele Banken heute dazu über, sich das Sondertilgungsrecht mit erhöhten Gebühren bezahlen zu lassen. Überprüfen Sie daher beim Kreditvergleich immer die Gesamtkosten über die komplette Laufzeit. Zu beachten ist auch, dass der Termin für die Zahlung häufig festgelegt ist. Bleibt sie zum genannten Datum aus, kann sie bei vielen Kreditinstituten erst im Folgejahr wieder geleistet werden.

Wann lohnt sich die Sondertilgung?

Vor allem dann, wenn das Recht auf Sondertilgung mit erhöhten Kreditkosten einhergeht, sollte die Festschreibung klug abgewogen werden. Bei einer vergleichsweise niedrigen Summe und einer kurzen Laufzeit müssen meist keine Sonderzahlungen vereinbart werden und würden nur unnötige Kosten verursachen. Vorsicht walten lassen sollte man auch bei langfristigen Laufzeiten, etwa für eine Immobilie. Hier können die Banken kräftige Zusatzkosten aufschlagen, wenn Sie sich für die außerplanmäßigen Zahlungen entscheiden. Allerdings verkürzt sich auch die Laufzeit des Kredits. Somit gilt hier: Ob Sondertilgung oder nicht ist eine reine Rechensache und hängt von der Laufzeit und der Höhe der Sonderzahlungen ab.

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Erstellt von an Mai 9 2018. geschrieben in Kredite. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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