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Strategiereport





Angesichts erhöhter Zinssenkungsfantasie in der Eurozone ist die Rendite 10-jähriger Bunds unter 0,5 % gefallen. Hinzu kommen Zweifel, inwieweit die Fed überhaupt zu einer Straffung in der Lage ist. Aufgrund des veränderten EZB-Ausblicks haben wir die Rendite- Prognosen reduziert.
Die Perspektiven für die Unternehmensgewinne haben sich weiter eingetrübt. Die Bewer-tung nähert sich zügig dem oberen Rand des historischen ?ormalbandes”. Auch die Stimmung droht bereits wieder zu überhitzen. Das kurzfristige Kurspotenzial dürfte somit bereits weitgehend ausgereizt sein.
Mit Blick auf die aktuellen Chance-Risiko-Verhältnisse ist es empfehlenswert, Liquidität und Immobilien überzugewichten. Aktien sollten neutral, Renten leicht untergewichtet wer-den. Im Fall von Portfolio 5, das keine Immobilien enthält, ist es ratsam, Liquidität deutlich überzugewichten.
Die Aussichten für Rohstoffe bleiben angesichts schleppender Kapazitätsbereinigung und eines weltweit verhaltenen Wachstums des Industriesektors vorerst wohl bescheiden. Die Bodenbildung der Notierungen dürfte noch eine Weile andauern. Kurzfristig durchaus mög-liche stärke Preisschwankungen auszunutzen, erscheint eher schwierig. Gold hängt wahr-scheinlich in relativ engen Bahnen weiterhin an der zum ?hantom” mutierenden US-Geldpolitik. Andererseits nehmen die Schuldenprobleme zu. Daher dürfte Gold bei Preis-nachlässen auch weiterhin von strategisch interessierter Seite eingesammelt werden.
Performance-Rückblick
Die Performance von deutschen Staatsanleihen wies beim jüngsten Einmonatsvergleich ein klares Plus auf (iBoxx:+1,1 %). Aktien hatten deutliche Kursgewinne zu verzeichnen. Dabei schnitten Euro-Aktien in lokaler Währung am besten ab (+12,6 %), gefolgt von US-Titeln (+11,2 %). Platz 3 belegten britische Werte (+8,3 %). Die Nachhut bildeten japanische Dividendenpapiere (+7,1 %) und Schweizer Valoren (+6,6 %). Zuletzt zeigten sich die hier beobachteten Währungen etwas fester gegenüber dem Euro. US-Titel teilten sich angesichts eines robusten US-Dollar zusammen mit Euro-Aktien den ersten Rang auf Eurobasis. Rohstoffe hatten zuletzt ein leichtes Plus zu ver-zeichnen (+1,2 %). Gold legte deutlicher zu (+4,2 %). Auf Eurobasis schnitten beide besser ab (+2,5 % bzw. +5,5 %). Beim Vergleich der bisherigen kumulierten Performance aller hier beobach-teten Anlageinstrumente auf Eurobasis seit dem Jahresultimo 2014 lagen japanische Dividenden-papiere vorne (+17,8 %).
Basisszenario
Die Weltwirtschaft zeigt sich insgesamt stabil. In den USA wird das BIP-Wachstum etwa auf dem langfristigen Trend liegen. Die Eurozone entwickelt sich insgesamt verhalten positiv. Aus den Schwellenländern kommen weiterhin keine positiven Konjunkturimpulse. China arbeitet seine Re-formagenda ab. Geopolitische Auseinandersetzungen haben keine nachhaltige Auswirkung auf die Entwicklung der Weltwirtschaft. Das Preisklima bleibt angesichts der gedämpften Rohstoffnotie-rungen entspannt. Die Geldpolitik ist in den großen Industrieländern zwar noch sehr locker, der Wendepunkt dürfte aber in den USA bald bevorstehen.
Performance-Ausblick
Angesichts erhöhter Zinssenkungsfantasie in der Eurozone ist die Rendite 10-jähriger Bunds unter 0,5 % gefallen. Hinzu kommen Zweifel, inwieweit die Fed überhaupt zu einer Straffung in der Lage ist. Aufgrund des veränderten EZB-Ausblicks haben wir die Rendite-Prognosen reduziert. Nach einem schwachen dritten Quartal sind Aktien mit stattlichen Kursgewinnen ins Schlussviertel ge-startet. Begünstigt wurde die jüngste Rally einmal mehr durch weitere expansive geldpolitische Maßnahmen. Zwar fielen auch wichtige Frühindikatoren zuletzt erfreulich robust aus. Die Perspek-tiven für die Unternehmensgewinne haben sich jedoch weiter eingetrübt. Die Bewertung nähert sich zügig dem oberen Rand des historischen ?Normalbandes”. Auch die Stimmung droht bereits wieder zu überhitzen. Das kurzfristige Kurspotenzial dürfte somit bereits weitgehend ausgereizt sein. Die Aussichten für Rohstoffe bleiben angesichts schleppender Kapazitätsbereinigung und eines weltweit verhaltenen Wachstums des Industriesektors vorerst wohl bescheiden. Die Boden-bildung der Notierungen dürfte noch eine Weile andauern. Kurzfristig durchaus mögliche stärke Preisschwankungen auszunutzen, erscheint eher schwierig. Gold hängt wahrscheinlich in relativ engen Bahnen weiterhin an der zum ?Phantom” mutierenden US-Geldpolitik. Andererseits nehmen die Schuldenprobleme zu. Daher dürfte Gold bei Preisnachlässen auch weiterhin von strategisch interessierter Seite eingesammelt werden.
Asset-Allocation der Mischportfolien
Mit Blick auf die aktuellen Chance-Risiko-Verhältnisse ist es empfehlenswert, Liquidität und Immo-bilien überzugewichten. Aktien sollten neutral, Renten leicht untergewichtet werden. Im Fall von Portfolio 5, das keine Immobilien enthält, ist es ratsam, Liquidität deutlich überzugewichten.
Allokation des um Rohstoffe diversifizierten Portfolios
Das Makroumfeld scheint sich für Rohstoffe zunächst eher noch zu verschlechtern. Die angesichts der schwächelnden Schwellenländer in die Industrieländer gesetzten Hoffnungen erfüllen sich kurzfristig wohl nicht. Das Wachstum findet in den entwickelten Volkswirtschaften gegenwärtig in erster Linie in wenig rohstoffintensiven Wirtschaftsfeldern statt. Die Nachfrageimpulse von dort lassen offensichtlich mittlerweile auch zyklisch nach. China taugt weiterhin nicht zum Hoffnungs-träger. Zwar ist die politische Führung dort bemüht, das Wachstum geld- und fiskalpolitisch in ge-wissem Maße zu stützen. Nachhaltiger Rückenwind für die Rohstoffpreise kann hieraus aber nicht abgeleitet werden. Mit den massiven Kapitalabflüssen und der Yuan-Abwertung wird auch deutlich, dass rohstoffunterlegte Finanzgeschäfte die Marktverhältnisse massiv verzerrt haben. Zu hoch veranschlagter Verbrauch und umfangreiche finanzgetriebene Bestände belasten. Aufgrund der forcierten Zinssenkungs- und Yuan-Abwertungspolitik verlieren die damit zusammenhängenden Carry-Trades noch an Attraktivität. Gleichzeitig stoßen die Lagerkapazitäten weltweit an Grenzen. Finanzinvestoren zeigen sich bei Rohstoffinvestments wohl weiter opportunistisch: Zuweilen apo-strophierte strategische Einstiegsgelegenheiten kommen nicht wirklich an.
Laufzeiten-Allokation
Deutsche Staatsanleihen wiesen beim jüngsten Einmonatsvergleich ein klares Plus auf (iBoxx:+1,1 %). Ultralangläufer führten die Rangliste (+2,3 %) an. 7-10j. Papiere belegten den zweiten Platz (+1,3 %). 5-7j. Titel lagen auf dem dritten Platz (+0,9 %), gefolgt von 3-5j. Papieren (+0,5 %). Kurzläufer waren das Schlusslicht (0,2 %). Bei der kumulierten Performance seit dem Ultimo 2014 lagen Ultralangläufer zuletzt in Führung (+4,0 %).
Durch das relativ gleichmäßige Absinken der Laufzeitenbereiche hat sich an der Form der Zinskur-ve zuletzt nur wenig verändert. Der 10/2-Spread von Bundesanleihen notiert bei knapp unter 0,8 Prozentpunkten. Der absehbar erhöhte Einsatz der EZB dürfte früher oder später jedoch wieder eine steilere Zinskurve zur Folge haben. Andernfalls muss die Geldpolitik mit dem Ziel verbesser-ter Wachstums- und Inflationsperspektiven als gescheitert angesehen werden.
Beim reinen Laufzeiten-Portfolio raten wir, 3-5j. Titel aufgrund des besseren Chance-Risiko- Verhältnisses deutlich überzugewichten, 5-7j. Papiere überzugewichten. 7-10j. Papiere sollten leicht unter Neutralwert dotiert, Kurzläufer untergewichtet und Ultralangläufer deutlich untergewich-tet werden. Insgesamt ist für das Portfolio somit eine Duration unter Benchmark-Niveau empfeh-lenswert.
Allokation der internationalen Aktienanlagen
Die Performance-Erwartungen auf Euro-Basis sprechen gegenwärtig bei internationalen Aktien auch unter Währungsgesichtspunkten für eine Übergewichtung von Euro-Aktien vor allem zu Las-ten von US-Aktien.
Portfoliostrukturen der Mischdepots
Mit Blick auf die aktuellen Chance-Risiko-Verhältnisse ist es empfehlenswert, Liquidität und Immo-bilien überzugewichten. Aktien sollten neutral, Renten leicht untergewichtet werden. Im Fall von Portfolio 5, das keine Immobilien enthält, ist es ratsam, Liquidität deutlich überzugewichten. Die Performance-Erwartungen auf Euro-Basis sprechen gegenwärtig bei internationalen Aktien auch unter Währungsgesichtspunkten für eine Übergewichtung von Euro-Aktien vor allem zu Lasten von US-Aktien. In der Laufzeiten-Allokation von Staatsanleihen raten wir, aufgrund des besseren Chance-Risiko-Verhältnisses, 3-5j. Titel deutlich überzugewichten und 5-7j. Papiere überzugewich-ten. 7-10j. Papiere sollten leicht unter Neutralwert dotiert, Kurzläufer untergewichtet und Ultralang-läufer deutlich untergewichtet werden.

Kurz-URL: https://www.88finanz.de/?p=1282771





Erstellt von an Okt 30 2015. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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