Richtlinienmanagement: Aufsichtskonforme Governance und interne Kontrollen wirksam gestalten

Richtlinien als Grundlage einer wirksamen Unternehmenssteuerung

Richtlinienmanagement geht weit über die reine Dokumentation von Vorgaben hinaus. Klare Regelungshierarchien schaffen Transparenz, definieren Verantwortlichkeiten und unterstützen die rechtskonforme Steuerung von Geschäftsprozessen. Gleichzeitig helfen sie dabei, Risiken frühzeitig zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Risikobegrenzung zu etablieren.

Mit zunehmender Unternehmensgröße und steigender regulatorischer Dichte wächst jedoch häufig die Zahl interner Regelwerke. Ohne ein systematisches Management drohen Überschneidungen, Inkonsistenzen und ein zunehmender Verwaltungsaufwand. Unternehmen stehen daher vor der Aufgabe, eine nachvollziehbare Struktur aus Leitlinien, Richtlinien, Arbeitsanweisungen, Prozessen und Kontrollmechanismen aufzubauen.

Prozesslandkarten und interne Kontrollsysteme gewinnen an Bedeutung

Eine besondere Rolle spielen dabei Prozesslandkarten und Interne Kontrollsysteme (IKS). Sie ermöglichen es, organisatorische Abläufe transparent darzustellen und Risiken entlang der Prozesse systematisch zu analysieren. Durch die Verknüpfung von Prozessen, Richtlinien und Kontrollen können Unternehmen ihre Governance-Strukturen stärken und die Wirksamkeit ihrer Risikomanagementsysteme verbessern.

Darüber hinaus gewinnt das Change Management an Bedeutung. Neue regulatorische Anforderungen, organisatorische Veränderungen oder digitale Transformationsprozesse erfordern eine strukturierte Einbindung von Stakeholdern und Anwendern. Nur wenn Regelwerke verständlich kommuniziert und akzeptiert werden, können sie ihre Steuerungsfunktion im Unternehmen dauerhaft erfüllen.

Inhalte des Seminars

Das Intensiv-Seminar „Richtlinienmanagement – Aufbau und Pflege: aufsichtskonform und revisionssicher“ vermittelt praxisorientierte Methoden für die Einführung, Weiterentwicklung und Pflege eines wirksamen Richtlinienmanagements.

Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:

– Regulatorische Anforderungen an die schriftlich fixierte Ordnung
– Aufbauorganisation und Ablauforganisation
– Richtlinienhierarchien und Regelungskompetenzen
– Strukturierung von Leitlinien, Richtlinien und Arbeitsanweisungen
– Aufbau und Pflege von Prozesslandkarten
– Prozessgestaltung und Prozessoptimierung
– Verzahnung von Prozessen und Organisationsanweisungen
– Aufbau eines Internen Kontrollsystems
– Identifikation prozessinhärenter Risiken
– Definition und Implementierung von Kontrollen
– Change Management und Stakeholder-Einbindung
– Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)
– Review-Management und Regelungspflege

Für welche Zielgruppen das Thema relevant ist

Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Organisation, Compliance, Legal, Strategische Planung, Qualitätsmanagement, Prozessmanagement, Change Management sowie an Mitarbeitende in Vorstands- und Governance-Funktionen. Die Inhalte sind insbesondere für Verantwortliche relevant, die Regelwerke, Prozesse und Kontrollsysteme entwickeln, pflegen oder überwachen.

Referentin

Heike Brings ist Head of Governance and Compliance bei der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH in Köln. Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist sie in leitenden Funktionen der Unternehmensorganisation, Governance und des Risikomanagements tätig. Zu ihren Verantwortungsbereichen zählen unter anderem die Weiterentwicklung von Compliance-Management-Systemen, Richtlinienmanagement und Internen Kontrollsystemen. Darüber hinaus verfügt sie über umfangreiche Erfahrung als Management-Trainerin und Dozentin in den Bereichen Change Management und Governance.

Das Seminar „Richtlinienmanagement – Aufbau und Pflege: aufsichtskonform und revisionssicher“ findet am 25. und 26. November 2026 als Online-Veranstaltung statt.

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