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Negativzinsen: 211 Banken und Sparkassen verlangen ein “Verwahrentgelt”





Die Zahl der Banken und Sparkassen, die
Negativzinsen an Kunden weiterreichen, wächst kontinuierlich. Eine aktuelle
Untersuchung von knapp 1.300 Geldhäusern durch das Verbraucherportal biallo.de
zeigt: 211 Banken und Sparkassen kassieren mittlerweile ein sogenanntes
Verwahrentgelt auf Einlagen. Gut die Hälfte davon – nämlich 113 Geldhäuser –
langen auch bei Privatkunden zu. Das sind fast viermal so viel wie bei der
ersten großen Biallo-Erhebung im Juli 2019. Damals waren es lediglich 30 Banken
und Sparkassen, die Strafzinsen an Privatkunden weiterreichten. Allein in den
vergangenen drei Monaten hat sich die Zahl mehr als verdoppelt.

Der Strafzins beträgt in der Regel 0,5 Prozent pro Jahr und ist meist an den
negativen Einlagensatz der Europäischen Zentralbank gekoppelt. Das ist der
Strafzins, den Banken zahlen müssen, wenn sie kurzfristig überschüssige
Liquidität bei der EZB parken. Das bedeutet: Falls die Währungshüter auf ihrer
Zinssitzung an diesem Donnerstag eine Verschärfung des Einlagensatzes auf minus
0,6 Prozent beschließen, dann dürften viele Banken in Kürze nachziehen und ihr
Verwahrentgelt ebenfalls auf 0,6 Prozent erhöhen.

In der Regel räumen die Geldhäuser ihren Kunden gewisse Freibeträge ein, die von
den Strafzinsen ausgenommen sind. Beim Tagesgeld gibt es bereits eine Handvoll
Institute, die Negativzinsen ab dem ersten Euro kassieren. Bei Girokonten halten
sich die Banken dagegen noch zurück, zumal hier auch rechtliche Hürden bestehen.
Laut Urteil des Landgerichts Tübingen vom Mai 2018 (Az.: 4 O 225/17) ist eine
pauschale Einführung von Negativzinsen bei Girokonten unzulässig, wenn
gleichzeitig eine Kontoführungsgebühr erhoben wird.

Die Bank mit dem niedrigsten Freibetrag bei privaten Girokonten ist im Moment
die Bremische Volksbank, die für vier ihrer fünf Kontomodelle einen Freibetrag
von lediglich 5.000 Euro einräumt. Das Verwahrentgelt der Bremer gilt sowohl für
neue Konten als auch Konten mit separater Vereinbarung. “Bei Bestandskunden sind
immer individuelle Vereinbarungen nötig, das Verwahrentgelt kann nicht einfach
so per Klausel im Preisaushang eingeführt werden”, sagt Horst Biallo,
Geschäftsführer und Gründer des gleichnamigen Verbraucherportals. “Allerdings
zeigen unsere zahlreichen Leserzuschriften: Wer sich weigert, eine entsprechende
Vereinbarung zu unterschreiben, dem flattert unter Umständen auch die Kündigung
ins Haus.”

Eine interaktive Landkarte mit den von biallo.de erfassten Banken und Sparkassen
ist unter folgendem Link abrufbar:

http://www.biallo.de/geldanlage/ratgeber/so-vermeiden-sie-negativzinsen/

Über uns:

Die Biallo & Team GmbH zählt mit ihren Portalen biallo.de und biallo.at zu den
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sind rund 1.300 Banken und Sparkassen gelistet. Damit bietet biallo.de den
größten Girokonto-Vergleich Deutschlands mit nahezu kompletter Marktabdeckung
und regionaler Suchfunktion. Was die Erlösquellen angeht, sind wir transparent.
Wie wir uns finanzieren, haben wir unter http://www.biallo.de in der Rubrik
“Über uns” offengelegt.

Pressekontakt:

Biallo & Team GmbH
Anita Pabian
Bahnhofstr. 25
86938 Schondorf am Ammersee
Tel.: 08192/93379-0
E-Mail: info@biallo.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/126054/4544597
OTS: Biallo & Team GmbH

Original-Content von: Biallo & Team GmbH, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an Mrz 12 2020. geschrieben in Banken, Zinsen. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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